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Finanzierung / Förderung
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Wichtigster Tipp vorweg: Suchen Sie immer Ihre Experten vor Ort, am besten also in Lübeck. Steuerberater, Bausparkassen, Banken etc. kennen sich in der Finanzierung von Neubauten aus, aber
die Lübecker Altstadthäuser passen nun mal nicht in dieses Raster. Für viele ist die Materie zu unübersichtlich, das Risiko nicht kalkulierbar. Für die Lübecker ist die Altstadt ein Fakt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Sturz in das Abenteuer Sanierung selten der Absturz in das finanzielle Fiasko bedeutet (nicht mehr als bei dem Häuschen "auf der grünen Wiese"). Und noch besser: viele Versicherungen, Banken und Handwerker haben über Jahrzehnte gut an der Sanierung in Lübeck verdient. Das macht Mut und steigert die Risikobereitschaft.
Aber: auch in Lübeck sind nicht alle "Experten" gut. Die Spezialisten für Ihr Haus und ihre persönliche finanzielle Situation müssen Sie selbst finden.
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Hier unsere Tipps:
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KfW Förderbank
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Die KfW bietet seit dem 1.Februar 2006 wieder 3 Förderungsprogramme an, die Darlehen zu sehr günstigen Zinssätzen ermöglichen. Es sind
>> das Co²-Gebäudesanierungsprogramm
>> das Wohnraumsanierungsprogramm und
>> das Programm "Ökologisch bauen"
Näheres unter http://www.kfw-foerderbank.de/, Auskünfte geben alle Banken und Sparkassen.
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Verbraucher-Zentrale
Stiftung Warentest
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Dort gibt es Einführungsseminare zur Baufinanzierung und umfangreiches Informationsmaterial (z.B. WiSo). Hilfen zur Baufinanzierung, Versicherungen im Vergleich u.a.
>> Das könnte Ihr Start in das Thema Baufinanzierung sein. Guter Rat zu allgemeinen Fragen und es kostet (fast) nix. Zu finden auch im Internet und auf unserer Linksseite.
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Steuerberater
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Noch bevor Sie zur Bank gehen, sollten Sie mit einem guten Steuerberater ihr Finanzierungskonzept entwickeln.
>> Wenn Sie einen Steuerberater haben, dann fragen sie ihn, bevor Sie ein Haus kaufen. Gehen Sie kritisch mit seinem Rat um: nicht alle kennen sich auf diesem Gebiet aus. Eventuell: Steuerberater wechseln!
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Finanzierungs-
gesellschaften
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Professionelle Finanzberater - möglichst unabhängig (keine Vertreter von Versicherungen) erstellen ein Finanzierungskonzept, stellen dann Marktvergleiche an und suchen die für Ihren Fall günstigste Bank.
>> Finanzierungsexperten nehmen Ihnen Arbeit ab, ersparen Ihnen die zeitaufwendige Recherche und suchen das günstigste Angebot aus dem Pool an Banken, die bereit sind, Ihr Vorhaben zu finanzieren. Wenn's korrekt zugeht, dann leben sie von den Provisionen, die sie von den Banken erhalten, mit denen Sie am Ende Ihren Darlehensvertrag abschließen.
Optimal wäre: Steuerberater, Finanzierungsexperte und Bauherr setzen sich an einen Tisch und finden die optimale Lösung.
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Bausparkasse
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Bausparkassen leisten mehr als nur den Abschluss von Bausparverträgen. Sie liefern auch ganze Finanzierungskonzepte. Wenn Sie bereits einen Bausparvertrag haben, dann gehen Sie (bevor Sie eine Bank aufsuchen) zuerst zu Ihrer Bausparkasse.
>>
Wenn Ihr Bausparvertrag zuteilungsreif ist, ist das prima. Für wenig Zinsen bekommen Sie gutes Geld. Aber in der Regel sind die monatlichen Belastungen hoch, weil viel von dem Darlehen zurückgezahlt wird. Der Vorteil: Sie sind Ihre Schulden schnell los.
Wenn Sie einen wenig angezahlten Bausparvertrag vorfinanzieren wollen, dann wird's richtig teuer. Neben den Zinsen (Zinsen müssen Sie auch zahlen für den Betrag, den Sie bereits auf Bausparkonto eingezahlt haben) müssen Sie weiter die vollen Raten für den Vertrag zahlen, bis er zuteilungsreif ist.
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Versicherungen
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Manche Versicherungen bieten ebenfalls Finanzierungskonzepte an. Wenn Sie eine Lebensversicherung haben, die bereits einige Jahre läuft, dann können Sie diese verpfänden: Sie erhalten ein Darlehen von der Bank, indem Sie Ihre Lebensversicherung an die Bank abtreten und zahlen für das Darlehen nur die Zinsen. Wenn die Versicherung fällig wird, erhält die Bank die Versicherungssumme und damit haben Sie Ihr Darlehen getilgt.
>>
Versicherungen sind meist teurer als Banken, dafür begnügen Sie sich aber mit einer Grundbucheintragung an 2. Stelle.
Je früher man eine Lebensversicherung abschließt, desto niedriger sind die Versicherungsprämien. Wenn Sie neu abschließen für eine Baufinanzierung, dann möglichst auf den Namen Ihrer (jungen) Kinder.
Sie sparen bei der Finanzierung über Lebensversicherung die Amortisation des Darlehens, müssen dafür aber laufend die Versicherungsprämien zahlen. Vergleiche über Versicherungsleistung finden Sie bei der
Stiftung Warentest (Verbraucherzentrale) und
WiSo.
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Banken
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Banken geben Darlehen zur (Teil-) finanzierung von Kauf und Sanierung Ihres Hauses. Als Sicherheit werden in Ihrem Grundbuchblatt Hypotheken zugunsten der Bank eingetragen. Dabei wollen die Banken möglichst den ersten Rangplatz. Je mehr Eigengeld Sie haben, desto günstiger können die Zinsen für Sie sein. Banken haben unterschiedliche Beleihungsgrenzen. Wenn Sie nicht mehr als 60% der Gesamtkosten finanzieren wollen, ist alles im grünen Bereich. Wenn Sie mehr wollen, zögern viele Banken (auf jeden Fall wird's teurer). Dann steigen Bausparkassen oder Versicherungen ein.
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Die Bank will Zinsen und irgendwann ihr Geld zurück. Bevor sie Ihnen ein Darlehen gewährt, wird sie Ihre Kreditwürdigkeit überprüfen. Dazu müssen Sie Ihre Einkommensverhältnisse und Ihre laufenden finanziellen Verpflichtungen offen legen. Die Bank lässt diese Angaben durch die Schufa überprüfen, dem müssen Sie natürlich zustimmen, wenn nicht, gibt's kein Geld. In den
Lübecker Nachrichten erscheint regelmäßig (sonntags) ein Zins-Barometer. Die dort veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf Neubauten, erststellige Hypotheken und eine 60%ige Beleihungsgrenze, d. h., sie sind also nicht unbedingt auf Ihr Vorhaben zu übertragen.
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Eigenmittel
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Das ist das Geld, das Sie selbst locker haben. Möglichst (mindestens) ein Drittel der Gesamtsumme sollte als Eigenmittel zur Verfügung stehen.
Wenn Ihnen eine Eigenheimzulage zusteht, dann können Sie sich diese "abgezinst" in einer Summe vorfinanzieren lassen. Dieser Betrag gilt als Eigenkapital.
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Wenn Sie den Jackpott im Lotto geknackt haben: Herzlichen Glückwunsch. Dann ist der Kauf und die Sanierung eines alten Hauses eine wunderbare Art, das Geld sinnvoll auszugeben. Wenn Sie kein eigenes Geld haben, dann wird's schwierig. Bei einem hohen laufenden Einkommen können Sie trotzdem starten. Wenn auch das fehlt, dann suchen Sie sich eine nette günstige Altbauwohnung, schließen einen Bausparvertrag ab, leben möglichst bescheiden, und kommen Sie zu den Treffen der Althaussanierer. Wir trösten Sie und geben Ihnen Tipps, wie Sie es vielleicht trotzdem schaffen werden.
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Mitarbeiter im
öffentlichen Dienst
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In einigen Bereichen des öffentlichen Dienstes gibt es (sehr) billige Darlehen zur Förderung von Wohneigentum.
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Fragen Sie Ihren obersten Dienstherrn. Bei der Dauerflaute in öffentlichen Kassen werden die Gelder zwar immer weniger, aber auch hier: fragen kost' nix!
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Eigenleistung
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Auch wenn Sie handwerklich nicht sehr begabt sind, können Sie bei der Sanierung irgendwo mit Hand anlegen. Die "Muskelhypothek" ist ein gutes Mittel zur Reduzierung der Baukosten.
Nirgendwo ist Eigenleistung besser zu erbringen als bei der Sanierung eines alten Hauses. Das Haus steht schon, Sie haben ein Dach über dem Kopf und können auch schon einziehen, wenn noch nicht alles perfekt ist. Sparen Sie sich ruhig ein paar Arbeiten für später auf.
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Auf jeden Fall sollten Sie sich Ihrem Haus sehr vorsichtig nähern. Dachböden und Keller ausräumen, den Sperrmüll bestellen und alte vergammelte Möbel entsorgen, das sollten Sie selbst tun (es gibt immer auch Freunde, die da gerne helfen) und Sie sollten natürlich die wichtigen Freilegungsarbeiten selbst machen (vorher müssen Sie einen "Freilegungsantrag" stellen). Wenn Sie mehr Zeit haben, können Sie sich viele handwerkliche Tätigkeiten selbst beibringen. Bei der Sanierung eines alten Hauses gibt es eigentlich nur diese Alternative: entweder Sie haben Geld (oder verdienen genug) und lassen Handwerker arbeiten oder Sie machen sich selbst ans Werk. Das dauert vielleicht länger, ist aber auf jeden Fall billiger und oft sogar besser. Die ASG berät Sie gerne.
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Grundstücks-Gesellschaft Trave mbH
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"Die Trave" ist der Sanierungsträger der Hansestadt Lübeck. Mit ihm haben Sie zu tun, wenn Ihr Haus in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet liegt, vor allem, wenn Sie Städtebauförderungsmittel beantragen wollen.
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Städtebauförderungsmittel sind eine großartige Sache. Viele Sanierungen sind ohne sie nicht zu schaffen.
Leider gibt's da ein paar Haken: Wer Geld gibt, will mitreden. Sie müssen bestimmte Normen erfüllen (Wohnungsgrößen, Ausstattung ...), die Sie ohne gar nicht beachten müssten und die das Bauvorhaben unnötig verteuern.
Die Bearbeitung Ihres Antrages dauert ... mindestens 4 Monate, (in Urlaubszeiten und wenn's kompliziert wird, auch länger). Vor einer Entscheidung dürfen Sie nicht anfangen. Bau(anfangs-)verzögerung kostet Geld! Wenn das Haus mehr als 200 m² Wohn- und Nutzfläche hat, müssen Sie öffentlich ausschreiben. Das ist zwar in Ordnung, reduziert die Kosten (nicht immer), aber dauert wiederum! Vor allem aber: Sie müssen den billigsten Anbieter beauftragen! Ob der Erfahrung im Umgang mit historischer Bausubstanz hat, werden Sie dann später feststellen (vielleicht auch zu spät, wenn dann Ihr Denkmal kein Denkmal mehr ist.
Aber trotzdem: Fragen Sie auf jeden Fall bei der Trave nach.
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Hansestadt Lübeck
Bereich Denkmalpflege
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Jede Kommune ist verpflichtet, etwas für den Denkmalschutz zu tun. Dafür stehen auch Gelder als Zuschüsse bereit. Auch in der Hansestadt Lübeck.
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Da es in Lübeck sehr viele besondere
Kulturdenkmale gibt, kann der einzelne nicht viel erwarten. Gefördert werden deshalb (mit nur kleinen Summen) ganz besondere Vorhaben. Das können Freilegungen von Wandmalereien sein oder die Restaurierung einer Hausmarke und ähnliche hochkarätige Arbeiten.
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Possehlstiftung
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Wenn Ihr Haus ein besonderes Kulturdenkmal ist und Sie eine umfangreiche Sanierung planen - in Abstimmung und mit Zustimmung der Denkmalpflege, dann haben Sie gute Chancen, einen Zuschuss zum "denkmalpflegerischen Mehraufwand" zu erhalten.
Ein Antragsformular erhalten Sie in der Geschäftsstelle der Stiftung. Dem Antrag können Sie dann entnehmen, was Sie sonst noch mit einreichen müssen.
Wichtig: der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden (Ausnahmen bei besonderer Begründung)!
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Die
Possehlstiftung ist eine segensreiche Einrichtung in Lübeck. Sie unterstützt Aktivitäten in Kultur, Kunst, fördert die Jugendarbeit und ist im Sozialen engagiert.
Die guten Taten werden ermöglicht durch die Gewinne der Possehl AG. Anspruch auf Förderung hat niemand. Wer wie viel bekommt, entscheidet der Vorstand der Stiftung.
Bei Sanierungsvorhaben besichtigt vorher ein Ausschuss der Stiftung das Bauvorhaben und gibt seine Empfehlung an den Vorstand.
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Deutsche Stiftung
Denkmalschutz
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Bei hochkarätigen Denkmalen gibt diese Stiftung Zuschüsse. In Lübeck sind bisher nur wenige Objekte gefördert worden.
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Fragen Sie beim
Bereich Denkmalpflege, ob sich ein Antrag lohnt.
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Rücklagen
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Für die laufende Instandhaltung sollten Sie monatlich - nach Fertigstellung des Hauses - einen festen Betrag zurücklegen.
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Häuser sind "lebende Wesen", sie wollen ständig betreut und gepflegt werden. Manches davon kostet Geld, aber das ist bei Neubauten auch nicht anders.
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